Katharina Schulz - Vereinbarkeit von Familie und Beruf - Tipps für gesundes Mama-Sein

Das Kind, die Grippe und ich

Coaching für berufstätiger Mütter | Dr. Katharina Schulz

Dr. Katharina Schulz

Deine Reise zur gesunden Working Mom

Kategorie: Erzähl mal...

Rückblick: Februar 2018!

Eine wahre Geschichte aus meinem Leben als Working Mom! Bereichere diesen Beitrag auf jeden Fall mit einer Anekdote aus DEINEM Leben- nur Mamas verstehen, was gemeint ist…

Wie heißt dieses Gesetz? Es gibt Murphy, ja sicher. Alles, was schief gehen kann, geht schief. Aber das trifft es in diesem Fall nicht ganz. Ich meine die Schieflagen, die gesetzestreu eintreten, wenn man als Mama etwas plant, sich auf etwas freut oder ganz banal ein warmes Essen auf dem Tisch stehen hat.

Wie alles begann oder „Der teuflische Plan einer Working Mom“

Es begann damit, dass ich neun Tage Resturlaub mitten im Februar einreichte ohne meinen Mann zu überreden das Gleiche zu tun und auch vorerst ohne mein Kind in der Kita abzumelden. Das bedeutete unter dem Strich:  freie Vormittage nur für mich. Das nenne ich mal Urlaub!  Warum nur fünf Vormittage? Vier Tage wollte ich mit meinem Sohn zu meinen Eltern fahren, meine Neffen, meine Oma, meine Tante und meinen Bruder besuchen, meinen Geburtstag feiern und wieder nach Hause düsen. Es waren herrliche Aussichten.

Ist das schon Karma?

Ich arbeitete samstags bis um vier und blickte erwartungsvoll in die Zukunft. Bis… mein Sohn am Sonntag hohes Fieber bekam. Das Ergebnis vorweg: Er hatte Grippe und zwar die echte Version. Er tat mir so leid. Ihm tat alles weh, wir mussten mehrfach zum Arzt und ansonsten natürlich das Haus hüten. Zehn Tage lang! Wie das wieder passte.

Superheldinnen-Menu oder „Die Sache mit dem warmen Essen“

Eines Mittags fand ich mich in einer typischen Mama-Situation in meiner Küche wieder. Drei Tage Fieber lagen hinter uns. Es war der erste Tag seit langer Zeit, an dem mein Kind sich freiwillig mittags ins Bett legte, denn der Gang zum Arzt hatte es sehr angestrengt. Insgeheim hoffte ich auf eine Stunde Ruhe und etwas zu Essen. Ich blickte in den Kühlschrank: eine Tüte trockene Gnocchi. Das müsste gehen. Etwas Butter. Frische Kräuter? Woher nehmen… Ein Blick in die bei mir stets reich gefüllte Teeschublade konnte Abhilfe schaffen. Ein Beutel Salbeitee kam mir in diesem Moment vor, wie frisch geerntet. Also gab es Gnocchi in Salbeibutter. Sie waren fertig, lagen auf meinem Teller und warteten darauf zum Tisch getragen zu werden, aber das Universum meldete sich sofort. Und zwar in Form meines weinenden Kindes. Es kam angetapst, denn es musste auf die Toilette. Im normalen Leben kein Grund für ihn zu weinen. Aber wer kennt das nicht… Wenn man krank ist, ist einfach alles doof. Also half ich ihm, brachte ihn wieder ins Bett und blieb noch ein bisschen bei ihm. Gerade lang genug bis mein Kind zufrieden und das Essen kalt war.

So und nicht anders ist das Mamaleben

Hand aufs Herz. Von Schiefgehen kann man in diesem Fall doch wirklich nicht sprechen. Denn was kann mein Kind dafür!? Aber diese Situationen erlebt man als Mama nicht nur einmal und daher finde ich, es sollte einen Namen dafür geben. Aber wahrscheinlich sagt man am besten „mommys life“ dazu.

Alles in allem ist für mich aber die Zeit mit meinem kranken Sohn zu Hause ein Geschenk. Auch, wenn es manchmal anstrengend oder nervig ist, so gibt es doch nichts Schöneres, als wenn er sich an mich kuschelt, auf meinem Schoß einschläft und dankbar für jede Geschichte, jedes Spiel und jede zu viel erlaubte Folge Paw Patrol ist. Egal, was ich geplant hatte, in diesem Moment möchte ich nirgendwo anders sein.

Welche Situation aus DEINEM Leben als Mama fällt Dir bei dieser Geschichte ein? Teile sie doch mit uns Müttern in den Kommentaren!

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